Backstage
Blinkenlights wurde in Rekordzeit konzipiert und realisiert. Von der ersten Idee bis zum Erscheinen der ersten Filme sind keine vier Wochen vergangen. So gelang es, pünktlich zum 20. Geburtstag des Chaos Computer Clubs uns selbst und der Stadt Berlin ein angemessenes Geburtstagsgeschenk zu machen.
Hardware
Blinkenlights bestand aus 8 Etagen mit je 18 Fenstern. Hinter jedem Fenster stand ein einzelner Strahler auf einem Stativ, jeder Strahler war über ein Relais an den Strom angeschlossen. Schaltete das Relais, wurde die Fensterscheibe beleuchtet.
Damit das Fenster auch den gewünschten Selbstleuchteffekt erzielte, wurden die Scheiben zuvor mit Wandfarbe geweißt. Das erzeugte den bekannten, angenehm milchigen, unaufdringlichen Farbton an der Fassade. Bei den Lampen handelte es sich um gewöhnliche Baustrahler mit 150W Leistung.
Jedes Relais war mit einem Steuerkabel mit der achten Etage verbunden. Dort schlugen sie als dicke Kabelwurst im Blinkenlights Chaos Control Center auf. Über eine Verstärkerschaltung erreichten die Kabel schließlich den Steuercomputer, der jedes einzelne Relais getrennt ein- und ausschalten konnte. Hier wurden die Blinkenlights Movies in reale Lichtsteuerung umgesetzt. Insgesamt wurden knapp 5000m Kabel verlegt.
Software
Insgesamt drei Computer übernahmen die gesamte Steuerung der Installation. Zwar wäre alles auch mit einem einzelnen Rechner möglich gewesen, doch wurden die einzelnen Module des Gesamtsystems (Steuerung, Abspielzentrale und Telefonsteuerung) ohnehin getrennt entwickelt und kommunizierten über Netzwerkprotokolle miteinander.
Als Eingabeformat für die Abspielzentrale dienten die Blinkenlights Movies.
Die Blinkencrew
Die Planung, Konzeption und Realisierung von Hardware und Software wurde im wesentlichen von diesem Team durchgeführt. Viele weitere haben aktiv zum Gelingen des Projektes beigetragen.
| Björn Barnekow | Programmierung, Gestaltung |
| Fiedel | Elektronik |
| Michael „Papillon“ Gerdes | Installation |
| Packet | Programmierung |
| Prom | Programmierung |
| Sven Neumann | Programmierung |
| Tim Pritlove | Projektkoordination |
| Tobias Engel | Programmierung |
Während der finalen Inbetriebnahme haben sich außerdem viele Mitglieder und Freunde des Chaos Computer Club mit Energie an Lötkolben, Heißklebepistolen, Farbrollen und Sägemaschinen vergnügt. Möge Eris Diskordia stets mit Euch sein.