Bauschild
Berlin, Ende 2002 - Januar 2004
Von März 2002 bis Januar 2004 wurde das Haus des Lehrers zusammen mit der benachbarten Kongresshalle denkmalgerecht saniert und zum Berliner Congress Center umgebaut. Vor der Baustelle stand, wie es sich gehört, ein großes Bauschild mit einer Zeichnung des künftigen Gebäudes. In diese Zeichnung haben wir Blinkenlights hineingebaut — en miniature.
Genau dort, wo das Original seine Matrix hatte, sitzen auf dem Schild LEDs hinter der Fassadenzeichnung: 18 mal 8 Pixel über der Bauchbinde, die gleiche Geometrie wie am echten Haus. Gebaut haben wir die Miniatur Ende 2002, und bis zum Ende der Bauzeit im Januar 2004 lief sie Nacht für Nacht. So blinkte das Haus auch in den Jahren weiter, in denen hinter seinen Fenstern die Handwerker zugange waren.
Graustufen
Weil hier LEDs leuchteten und keine Baustrahler, konnte das Bauschild etwas, was die Originalinstallation nie gekonnt hatte: Graustufen — dasselbe, was wir kurz zuvor bei Arcade in Paris eingeführt hatten. Damit man für die neue Fähigkeit auch passende Filme malen konnte, bekam BlinkenPaint eine Generalüberholung: Version 3 beherrschte sowohl das alte BLM- als auch das neue BML-Format und lief endlich auch unter Mac OS X.
Ansonsten war die Miniatur eine vollwertige Blinkenlights-Installation: Man konnte auf ihr mit dem Mobiltelefon Pong spielen, genau wie am großen Haus. Die übrige Zeit lief auf dem Bauschild das Filmprogramm.
Das Bauschild in Aktion
Ein kurzer Film zeigt das leuchtende Bauschild bei Nacht.
Zum Ende der Bauzeit kehrte Blinkenlights dann noch einmal in Originalgröße zurück: Über die Weihnachtsfeiertage 2003 lief Blinkenlights Reloaded auf dem noch in Sanierung befindlichen Haus.