Backstage

Backstage

blinkenlights MCU prototype Während die Original Blinkenlights Installation in Berlin noch mit sehr grundlegender und einfacher Technik realisiert wurde, stellte die Bibliothèque nationale de France ganz andere Anforderungen.

Auch das Ziel, Graustufen darstellen zu können, hat uns dazu bewogen, die dafür notwendige Technik komplett neu zu entwickeln.

Hardware

blinkenlights MCU backplane Die einfachen, mechanischen Relais der Installation im Haus des Lehrers wurden durch eine Kombination aus selbstentwickelten Steuercomputern (Matrix Control Units) und Halbleiterrelais ersetzt. Da die Etagen in dem Gebäude aus Brandschutzgründen hermetisch getrennt sind, kamen für die 20 Etagen auch 20 Steuercomputer zum Einsatz. Ein weiterer Computer in der 18. Etage (Chaos Control Center) versorgte die Steuercomputer mit den notwendigen Pixeldaten.

Die größere Fensterfläche erforderte darüberhinaus die Verwendung eines zweiten Strahlers für jedes Fenster, damit das 2:1 Format der Fenster klar hervortrat und auch noch geringere Leuchtstärken flächendeckend erkennbar waren. Bei 20 Etagen mit je 26 Fenstern ergab dies insgesamt 1040 einzelne Strahler, die paarweise angesteuert wurden.

Software

blinkenlights MCU interior Die Software wurde konsequent weiterentwickelt. Das Blinkenlights Chaos Control Center verfügte nun über ein Plug-In-System, das den Betrieb mehrerer Spiele erlaubte und auch das Erstellen von Spielen durch Dritte ermöglichte.

Die Software der MCUs wurde auf Basis der RTAI Linux Realtime Erweiterung entwickelt.

Die ISDN-Steuersoftware wurde ebenfalls signifikant erweitert und war nun dialogfähig, so daß eine echte Interaktion mit dem Anrufer möglich war. Gerufene Rufnummern und Anrufernummern konnten ausgewertet werden. So antwortete das System einem Anrufer aus französischen Telefonnetzen automatisch in französisch und deutschen Mobilfunkteilnehmern in deutsch. Alle anderen erhielten eine englische Ansage.

Die Arcade-Crew

Die Entwicklung von Hardware und Software und der Aufbau in Paris wurden im wesentlichen von diesem Team geleistet. Viele weitere haben aktiv zum Gelingen des Projektes beigetragen.

Antenne Springborn
Björn Barnekow
Carsten Schaeffer
Carsten Wenzlow
Daniel Mack
Hannes Mehnert
Herr Schmidt
Jan Fels
Michael „Papillon“ Gerdes
Michael Natterer
Sven Neumann
Thomas Fiedler
Tim Pritlove
Tobias Engel
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